Einsehbar durch das Schaufenster, anlässlich Düsseldorf Photo+
BauSchau Düsseldorf, Brehmstraße 41
Öffnungszeiten
Durch das Schaufenster einsehbar. Termine nach Vereinbarung per E-Mail

Da die Aus­stel­lung im März zur Düs­sel­dorf Pho­to+ aus bekann­ten Grün­den unter­bro­chen wer­den muss­te, folgt nun eine Wei­ter­füh­rung.

Künst­ler­ge­spräch von Rebec­ca Raci­ne Ramer­sho­ven und Mat­thi­as Grün­dig auf unse­rem neu­en You­Tube-Kanal.

„Me & Mr. Jones“ ist eine per­sön­li­che und künst­le­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit Iden­ti­tät, Her­kunft und Zuge­hö­rig­keit. Die Arbeit bie­tet eine poli­ti­sche Refle­xi­on über die kom­ple­xen Ver­än­de­run­gen der schwar­zen deut­schen Iden­ti­tät in den letz­ten 70 Jah­ren und ist eine Aus­ein­an­der­set­zung von Rebec­ca Raci­ne Ramer­sho­vens geleb­ten Erfah­rung als schwar­ze Frau in Deutsch­land.

Sie doku­men­tie­re ihren ers­ten Besuch bei ihrer afro­ame­ri­ka­ni­schen Fami­lie in Phil­adel­phia im Jahr 2017 und stellt die­sen Fotos pri­va­te Auf­nah­men und Objek­te ihres deut­schen Fami­li­en­ar­chivs gegen­über. Dabei folgt sie zwei auto­bio­gra­fi­schen Lini­en: Die ers­te Linie geht auf ihren afro­ame­ri­ka­ni­schen Groß­va­ter zurück, der nach dem Zwei­ten Welt­krieg als Sol­dat in Deutsch­land leb­te, und sei­ne kom­ple­xe Bezie­hung zu sei­ner schwar­zen deut­schen Toch­ter — ihrer Mutt

er. Die zwei­te Linie führt zu ihrem wei­ßen deut­schen Groß­va­ter, der im Zwei­ten Welt­krieg als Kaval­le­rist dien­te, und sei­nem Sohn — ihrem Vater.

Wäh­rend Ramer­sho­ven die­se wider­sprüch­li­chen Fami­li­en­ge­schich­ten unter­sucht, ent­hüllt sie die Kom­ple­xi­tät, wel­che die schwar­ze deut­sche Sub­jekt­po­si­tio­nen bestim­men. Durch ästhe­ti­sche und the­ma­ti­sche Foto­gra­fien sowie Auf­nah­men von Gesprä­chen, stellt sie impli­zi­te und expli­zi­te Ver­bin­dun­gen zwi­schen bei­den auto­bio­gra­fi­schen Lini­en her. Die Betrach­ter erhal­ten dadurch ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für die Kom­ple­xi­tät der schwar­zen deut­schen Sub­jek­ti­vi­tät und die Not­wen­dig­keit einer öffent­li­chen poli­ti­schen Dis­kus­si­on über Schwarz­sein, Weiß­sein und Deutsch­sein.

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