09.06. bis 22.06.
Aufsichtszeiten: jeden Donnerstag 17-19 Uhr
Die Arbeit I SAW IT oder auch P_10 (2026) setzt Analogfotografien der Alpen in den Mittelpunkt. Durch das Aufzeigen von grenzenloser und formloser Alpinen-Landschaft, welche mit der Stadt und der dort zu findenden Natur im Gegenzug interagieren soll, wird für die Betrachtenden eine Flucht des Alltags erzeugt.
Die Darstellung einer grenzenlosen und formloser alpinen Landschaft, die im Wechselspiel mit der Stadt und der dort vorkommenden Natur gedacht ist, ermöglicht den Betrachtenden eine Flucht des Alltags.
Der Gedanke der Flucht des Alltages und der Gegenüberstellung von Stadt und Natur ist nichts Neues. Die Nutzung städtischer und ländlicher Natur und deren Zeitlichkeit spielt eine entscheidende Rolle bei dem Aufzeigen der konkurrierenden Konstellationen und der Reportage neuer ländlicher Naturdarstellungen.
Zwar soll eine Gegenüberstellung von Stadt und Land vorgefunden werden, der Fokus liegt aber auch auf ein Empfinden von formloser urbaner und alpiner Natur. Die differenzierte Zeitlichkeit, die während der Betrachtung von grenzenloser Alpenlandschaft und zurückerobernde Natur innerhalb urbaner Orte zu erkennen ist, fasziniert Hugo Höfler, sodass er diese versucht einzufangen. Auch während des Betrachtens sollen ein längeres Verweilen und ein gewisser Sog-Effekt sowie dessen Tiefenwirkung innerhalb der Fotografien unterschiedlich erzeugt werden. Durch die mehrfache Verwendung von Diptychon und Triptychen soll eine gelenkte Sicht auf die Natur sowie ein Zusammenspiel der differenzierten Naturdarstellungen vorgefunden werden.
Hugo Höfler, geb. 2001 in Konstanz studierte Literatur-Kunst-Medien mit dem Schwerpunkt der Fotografie und Film. 2025 zog Höfler nach Essen und fing seinen Master of Arts im Fach Photography Studies and Research an der Folkwang Universität der Künste an. Seine Fotografien befassen sich gesellschaftsrelevanten Themen der Moderne. Darunter beispielsweise P_3, welches eine schnelllebige Gesellschaft in japanischen Großstädten porträtiert. Mit der Arbeit MOMENT-COPOSITION-LIGHT (2024) wurde versucht darzustellen, dass Fotografien nicht von detaillierter Perfektion leben, sondern auch mit technischen Mangeln, der hohen Bildkörnung und verschwommenen Aufnahmen eine gewollte Ästhetik erzeugt werden kann.
Diese Ausstellung allerdings soll als Anfang des aktuellen Projekts von Höfler dienen und von neuen Naturempfinden und dessen Aufnahmen weiterwachsen. Weitere Aufnahmen von Natur innerhalb des urbanen Raumes und der grenzenlosen Landschaften wird angestrebt. Fotografien der Wüste oder Ähnlichem sollen folgen.
Viel Vergnügen bei dieser kleinen Ausstellung!