Eröffnung am 22. 01. um 18 Uhr
Öffnungszeiten
22.01. bis 19.02.
Aufsichtszeiten: jeden Mittwoch 17-19 Uhr
22.01. bis 19.02.
Aufsichtszeiten: jeden Mittwoch 17-19 Uhr
Ein Raum — für unsere Zeit
Gewiß hat der Künstler nicht unentwegt an Desaster und Katastrophen unserer technischen Zivilisation gedacht, wenn er Rauminstallationen und Architekturimplantate herstellt, aber die Kälte seiner Objekte, das funktionale des verwendeten Materials und das insgesamt Technische
seiner Installationen lässt vermuten, dass er uns einer Ästhetik überantworten will, die genau zum kühl-berechnend Stil gegenwärtiger Lebenswirklichkeiten gehört:
Woll inszeniert einen Betonrealismus aus dem Cockpit von Grenzerfahrungen: Kunst entsteht im Kopf und im Raum — für unsere Zeit!
Kunst, Architektur, Technik — Brüder und Schwestern im Geiste, hybride Geschwister im Raum. Bei Wolls Installationen ist Schönheit eine Frage von Form und der Begegnung — Material mit Ort, Form mit Zeit — Begegnungen zwischen Raum, Installation (Einbau und Material) in Vergänglichkeit. Form entsteht mit und gegen den Raum, seit einiger Zeit auch mit digitalen Mitteln, die z.B. als Film eine zusätzliche Dimension eröffnen. Irgendwie wird die Sache also doch noch metaphysisch: Kunst im 5. Gang.
Thomas Woll führt uns an die Bruchkanten und Sollbruchstellen einer technischen Zivilisation und ihrer globalen Kultur, die gerade dabei ist, sich via KI in eine neue Dimension (nennen wir sie Post-Post-Moderne) zu beamen oder darin zu verenden.