Seit ihrer Grün­dung 2007 hat sich Bau­stel­le Schau­stel­le e.V. der För­de­rung des künst­le­ri­schen Nach­wuchs aus der Regi­on ver­schrie­ben und sich mit ins­ge­samt rund 95 Aus­stel­lun­gen als Raum für jun­ge Kunst eta­bliert. Mit dem Selbst­ver­ständ­nis eines gemein­nüt­zi­gen Ver­eins stellt der Pro­jekt­raum die Bedürf­nis­se einer jun­gen und zeit­ge­mä­ßen Kunst­pro­duk­ti­on in den Vor­der­grund, bie­tet eine Platt­form, um Arbei­ten im Raum zu erpro­ben und lädt zum Expe­ri­men­tie­ren ein.

Da es sich für die meis­ten Künst­le­rIn­nen um die ers­te Aus­stel­lung außer­halb des Hoch­schul­kon­tex­tes han­delt, stellt die Zusam­men­ar­beit mit Bau­stel­le Schau­stel­le eine Her­aus­for­de­rung dar. Gleich­zei­tig bie­tet der Raum für jun­ge Kunst die Mög­lich­keit, ers­te wich­ti­ge Kon­tak­te mit inter­es­sier­tem Publi­kum zu knüp­fen. Eini­ge der Künst­le­rIn­nen, die Bau­stel­le Schau­stel­le e.V. in den letz­ten 10 Jah­ren auf ihrem Weg beglei­ten konn­te, fin­den heu­te inter­na­tio­na­le Aner­ken­nung.

Neben aus­ge­wähl­ten Ein­zel­aus­stel­lun­gen, Edi­ti­ons­ver­käu­fen und Über­blicks­schau­en betei­lig­ter Künst­le­rIn­nen ist die bun­des­wei­te Aus­schrei­bung des mit 1.000 Euro dotier­ten jähr­li­chen Kunst­prei­ses für Künst­le­rin­nen bis 35 Jah­re fes­ter Bestand­teil des Pro­gramms und der regio­na­len Kul­tur­land­schaft. Die enge Zusam­men­ar­beit mit Insti­tu­tio­nen wie dem Muse­um Folk­wang, Muse­um Schloss Mors­broich, der Kunst­aka­de­mie Düs­sel­dorf u.v.m. ermög­licht es Bau­stel­le Schau­stel­le e.V., eine Fach­ju­ry aus Kura­to­ren, Künst­lern und ande­ren Kul­tur­ver­tre­tern zusam­men­zu­stel­len und ihnen gleich­zei­tig jun­ge auf­stre­ben­de Künst­le­rIn­nen vor­zu­stel­len. Die anschlie­ßen­de Prä­sen­ta­ti­on der prä­mier­ten Arbeit ergänzt die Aus­zeich­nung um die ent­spre­chen­de und vom Ver­ein anvi­sier­te Öffent­lich­keit.

Koope­ra­tio­nen zwi­schen Bau­stel­le Schau­stel­le — Raum für jun­ge Kunst / Folk­wang Uni­ver­si­tät der Küns­te Essen und der FIo­ri­da Inter­na­tio­nal Uni­ver­si­ty Miami sowie dem Patri­cia & Phil­lip Frost Muse­um zie­len auf eine Inter­na­tio­na­li­sie­rung ab, die seit 2016 bereits Aus­stel­lun­gen in Miami und Essen ermög­lich­te.

Das Team um Initia­to­rin Bri­git­te Krie­ger setzt sich aus Künst­lern und wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­tern zusam­men, gewähr­leis­tet somit eine inter­dis­zi­pli­nä­re und zeit­ge­mä­ße Her­an­ge­hens­wei­se an die künst­le­ri­sche Pra­xis und bie­tet die Mög­lich­keit der nach­hal­ti­gen Ver­net­zung von Pro­jekt­raum und Kunst­schaf­fen­den. In die­sem Sin­ne legt Bau­stel­le Schau­stel­le e.V. gro­ßen Wert dar­auf ihre Alum­ni in deren wei­te­rer Ent­wick­lung zu ver­fol­gen und in ihrem Wir­kungs­kreis prä­sent zu hal­ten.

Ergänzt wer­den die Aus­stel­lun­gen seit Sep­tem­ber 2017 durch die Rei­he ZU GAST in Düs­sel­dorf, die Künst­lern, Kunst­his­to­ri­kern und ande­ren Per­so­nen aus dem Kunst­kon­text eine Platt­form für per­for­ma­ti­ve For­ma­te, Vor­trä­ge und Talks bie­tet. Die­ser Schritt soll die Ver­net­zung Essens mit der Regi­on auch räum­lich ver­deut­li­chen und den künst­le­ri­schen Akti­ons­raum gedank­lich erwei­tern.

 

Woher kommt der Name BauSchau?

Okto­ber 2007: Eine Bau­stel­le
Die Sanie­rung der frü­he­ren Räu­me Ruhr Möbel/Möbel May schrei­tet vor­an — eine Bau­stel­le zieht sich durchs Haus. Der gro­ße Eck­raum ist als Ers­tes moder­ni­siert. Was tun, bis im April 2008 eine ande­re Ver­wen­dung ansteht? Künst­le­rIn­nen dazu ein­la­den, Aus­stel­lun­gen eigen­stän­dig im gro­ßen For­mat zu ver­an­stal­ten! Gelun­gen! Unse­re Web­site de zeigt, dass es eine beson­de­re, erfolg­rei­che Idee war. Und dann?

April 2008: Eine Schau­stel­le
Das Bau­bü­ro wan­dert mit der Bau­stel­le — der kleins­te Raum im Gebäu­de ver­wan­delt sich in die Schau­stel­le.
Bau­stel­le Schau­stel­le, der Name des Pro­jekt­raum ist gefun­den. Seit 13 Jah­ren haben Künst­le­rIn­nen die Mög­lich­keit, ihre Arbei­ten ohne geschäfts­mä­ßi­gen Anlass in, mit, bei der Bau­Schau zu zei­gen — 190 Ehe­ma­li­ge konn­ten dies in unse­ren Aus­stel­lun­gen ver­tre­ten!

Okto­ber 2009: Bau­stel­le Schau­stel­le
Heu­te sind Bau­stel­le Schau­stel­le Alum­ni inter­na­tio­nal in Muse­en, Insti­tu­tio­nen sowie Gale­rien aner­kannt und in Prä­sen­ta­tio­nen ver­tre­ten — was für ein Erfolg der Aus­gangs­idee. Im Jahr 2011 hat uns das Finanz­amt den Sta­tus des gemein­nüt­zi­gen Ver­eins zuer­kannt. Es freut uns, wenn neue Mit­glie­der dazu sto­ßen (sie­he Antrags­for­mu­lar unter Mit­glied­schaft). Jede/r trägt mit Ideen zur För­de­rung zeit­ge­nös­si­scher Kunst bei. Wir freu­en uns über die Aner­ken­nung aus Fach­krei­sen. Das Muse­um Folk­wang mei­ner Geburts­stadt ESSEN, von mir seit Kin­der­ta­gen besucht und geliebt, hält eben­so engen Kon­takt wie Ein­rich­tun­gen im gesam­ten Ruhr­ge­biet und Rhein­land. Unse­re Nach­rich­ten wer­den inter­na­tio­nal beach­tet — der Erfolg unse­rer Idee zeigt sich im Erfolg der Künst­le­rIn­nen — was kann eine pri­vat gestütz­te Initia­ti­ve sich mehr wün­schen.

 

Bau­Schau Essen