Carolina Pinzón Rivera & Adrián Villa Dávila – Glück auf!

Veröffentlicht am 29. Mai 2011 in Ausstellungen, Kunstpreis 2011

Ein fester Block Materie – wo Raum erscheint, wenn die Materie entfernt wird. Man gräbt, um unter die Oberfläche zu gelangen. Man muss viele Schichten jener Oberfläche abtragen bis alles, was erscheint, Raum ist, welcher sich selbst als allgegenwärtige Oberfläche offenbart. Man muss seinen eigenen Weg formen und geduldig erwarten über das zu stolpern, was man sucht. Verloren in den Wurmlöchern, die in jene Zwiebel von Schichten gegraben wurden, bleibt nichts als die Spur, die man hinterlässt. Dies ist der einzige Hinweis auf Orientierung. Dies ist der Weg zurück. Dies ist es, was einen Ort im Raum absteckt. Im Innern des Gebietes der Oberfläche wird jegliches Äußere, jegliche Existenz als glückliche Begegnung begrüßt. Ein anderer Körper, der mit uns den Raum teilt, wird kameradschaftlich gefeiert. Wenn sich jemand entscheidet zu grüßen, dann wurde eine Entscheidung getroffen, sich an jemanden zu wenden. Wände sind dann vergänglich-unnötig. Wände mögen dann momentan ihren Zweck und ihren Ort verlieren. Über den Nutzen von Wänden nachzudenken, heißt neben anderen Dingen, über das Bedürfnis des von Anderen Getrenntseins nachzudenken. Architektur strukturiert den Grad des Getrenntseins / der Separation zwischen uns. Wände, Räume, Gebäude, und all ihre Zwischenstadien sind schon da als Teil unserer Existenz. Da wir nur passiv in ihnen wohnen, können wir sie nicht mehr sehen. Es gibt nicht genügend Abstand, um dies zu tun. Ihre Existenz erscheint uns als gegeben. Jedoch bricht eine Wand immer die Ausdruckslosigkeit eines leeren Raumes. Dadurch erlaubt sie das Entstehen anderer leerer Räume. Diese entstehen vertikal, von der Festigkeit des Bodens bis zum unveränderten und unvergänglichen Raum über uns. Räume sind gemacht, um Luft zu füllen – Räume sind gemacht, um gefüllt zu werden.

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